
Als Anwohner gehen wir oft am ehemaligen Friedländer Gleis spazieren. Für eine kurze Auszeit bevorzugen wir die Strecke durch die Gartenanlage entlang des Gleiskörpers. Manchmal dachte man dabei noch daran, wie man anlässlich eines bereits lange zurückliegenden Bahnhoffestes mit einer Dampflok aus dem Bahnhof über die Gleise Richtung Stavenhagen und Stralsund bis in den Reitbahnweg auf dem Führerstand mitgefahren ist. (Davon gibt es sogar ein Video – Bahnhofsfest in Neubrandenburg mit über 8 historischen Eisenbahnen; eine sogar unter Dampf)
Nun ist wieder ein Stück Zeitgeschichte sang und klanglos, ohne viel Aufhebens aus unserem Alltag verschwunden. Gelesen habe ich nichts in der Zeitung, kann ja sein ich habe es überlesen oder doch ein gewaltiger Coup der Stahlmafia? Wenn heutzutage bereits bei fahrendem Schienenverkehr Stromschienen und Oberleitungskabel gemopst werden! Oder handelt es sich um eine Vorsichtsmassnahme?
Hier noch ein Bild von der Brücke vor der Demontage (ca vor 14Tagen).

Da fallen mir die traurigen Bilder von unserer Bahnhofsanlage wieder ein.

In Schwerin hat sich ja bereits seit langem ein Verein gegründet, die sich um die Erhaltung der denkmalgeschützten Anlagen und Maschinen bemüht. Zu gerne wüsste ich, was hier bei uns in Neubrandenburg mit dem Bahnkomplex geplant ist. Sicher, sowas ist eine überaus komplexe und langwierige Angelegenheit. Wie ich hörte ist Bewegung in die Sache gekommen. Ich hoffe nur, dass die Stadtväter versuchen soviel wie möglich historische Bausubstanz zu erhalten und einer langfristigen anderweitigen Nutzung zuzuführen.
Leider nur zu oft werden sie dem Erdboden gleichgemacht. Betonkisten- paläste haben die Städte schon genug.